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Aktuell
Pay – Participation – Protection
Diese drei Begriffe wurden hinterfragt im Zusammenhang mit dem Weltfrauentag am 8. März in Räumen der Friederich-Ebert-Stiftung/München, und zwar von Maria Noichl (MdEP), Christa Weigl-Schneider (Verein Parite in den Parlamenten) und Kathrin Birner (ver.di Bezirk Oberpfalz)
Unter der Moderation von Kristina Weber vom BR kam man zu dem Ergebnis, dass gerade auf Ebene der EU schon viel erreicht werden konnte- nicht so in Bayern.
Mit der Gleichstellungsstrategie und der Richtlinie zur Lohntransparenz stärkt die EU die Rechte von Frauen und Mädchen und zeigt auf, wie sie gleichberechtigt an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft teilhaben können. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit (Pay) sowie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern in Führungspositionen Participation) sind zentrale Ziele der EU. Auch müssen Frauen noch besser geschützt werden. Die Zahlen der Gewalttaten gegen Frauen sind schwer einzudämmen. Hier muss die Gesellschaft besser hinschauen und der Gesetzgeber helfen, dass Gewalt gegen Frauen zielführender geahndet und bestraft wird (Protection).
Weg von der europäischen Ebene zeichnet sich ein anderes Bild: Deutschland liegt im Gleichstellungsindex nur im Mittelfeld. Und Bayern noch weiter hinten. Dort sank der Anteil weiblicher Abgeordneter im Landtag 2023 auf nur noch 25%. Je mehr rechte und konservative Abgeordnete in den Parlamenten sitzen, desto schlechter ist es um die Rechte der Frauen bestellt.
Krieg in Europa, geopolitische Verwerfungen, Klima- und Umweltschutz, die immer weiter aufgehende Schere zwischen Arm und Reich – es gibt genug Herausforderungen in der EU. Der Vormarsch der rechten bis rechtsextremen Gruppierungen in der EU-Familie kommt noch dazu. Maria Deingruber, (links im Bild neben Christiane Feichtmeier, MdL) die sog. “Huckepack-Kandidatin” der Spitzenkandidatin Maria Noichl (sie springt ein, sollte diese während der kommenden Wahlperiode aus welchen Gründen auch immer ausfallen) stimmte die Landkreis-SPD am vergangenen Wochenende auf den Wahlkampf ein. Die SPD wird präsent sein, auf den Straßen und bei Veranstaltungen. Es geht darum, den Menschen die Vorteile der EU klarzumachen, die viele wie selbstverständlich hinnehmen und genießen. Es geht um die EU als Wirtschaftsmacht, die Menschenrechte und Klima schützt und es geht um die Rechte der Frauen. Das alles wird zur Disposition stehen, wenn nationale Interessen und das Welt- und Menschenbild erzkonservativer und extremer Parteien die Oberhand im EU- Parlament gewinnen könnten. Es geht auch um die Landwirtschaft und welche Hilfen die Bauern und Bäuerinnen brauchen, um von ihren Erträgen leben zu können und nicht auf Subventionen angewiesen sein müssen. Und es geht um die Lebensmittelindustrie und um uns Verbraucher. Dazu mehr von Maria Noichl (MdEP) und Vertretern der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduzenten und -händler. Am 31.5. in der Schlossberghalle in Starnberg
steht Oskar Maria Graf. Solange ist die Ausstellung über den Schriftsteller noch im Museum Starnberger See zu sehen. Über 20 Interessierte waren der Einladung der Berger SPD gefolgt, darunter ausgewiesenen Graf-Liebhaber und -liebhaberinnen, die aber durch die kenntnisreiche und unterhaltsame Führung des Museumsleiters durchaus noch Neues über den Schriftsteller aus Berg erfahren konnten. So wurden einige Mythen über den Dichter ausgeräumt, z.B. dass er sich in seiner neuen Heimat New York nie richtig einleben konnte oder dass er kein Englisch gesprochen haben soll. Lederhosen besaß er ganze zwei Stück- eine davon ist im Museum zu sehen. Besonders eindrucksvoll ist ein Foto, auf dem Graf im Schaufenster einer Wiener Buchhandlung seine “Dorfbanditen” neben Hitlers “Mein Kampf” entdeckt.

Die Berger SPD lädt ein zu einer Führung durch die Ausstellung Oskar Maria Graf – Dichter und Antifaschist vom Starnberger See
am Samstag, 24.2. um 14:00
Treffpunkt: Kurz vor 14:00 im Eingangsbereich des Museums Starnberger See, Possenhofenerstr. 5 in Starnberg.
Oskar Maria Graf war nie Mitglied einer Partei, aber er stand der SPD und auch der USPD sehr nahe und bezeichnete sich selbst als Sozialisten. Die Gemeinde Berg hatte lange Zeit eine zwiespältige Haltung gegenüber dem berühmten Sohn des Ortes. Bis in die 1990er Jahre hinein gab es keinen offiziellen Gedenkort in der Gemeinde. Es ist ein Verdienst der Berger SPD, dass es heute einen Oskar-Maria-Graf-Platz und einen ausgeschilderten Kulturspaziergang zu den Plätzen seines kurzen Lebens und Wirkens in Berg gibt.
Zu seiner Tochter Annemarie Koch, die in Berg lebte und dort 2008 verstarb, unterhielten wir bis zuletzt einen regelmäßigen Kontakt. Sie kam auch bisweilen zu unseren Veranstaltungen und Sitzungen, las aus den Werken ihres Vaters und konnte eindrucksvoll von ihrer Kindheit und den Besuchen des Vaters aus München erzählen.
BUMILLO (s.u.) zündete ein sprachliches Feuerwerk und brachte den bis auf den letzten Platz gefüllten Theatersaal in Leutstetten beim Politischen Aschermittwoch der SPD zum Kochen: Es ging um die Sorgen und Nöte eines Hausmannes und die ehelichen Fallstricke im häuslichen Alltag. Und Ärger kann es überall geben. Wie der Besteckkorb sinnvollerweise eingeräumt wird, auch beim Einfüllen der Waschmaschine kann man sich in die Haare geraten und Kindererziehung ist überhaupt das aller größte Schlachtfeld einer Beziehung. Das Männer- und Frauenbild ist nicht im Ansatz definiert (so wie einst) und jede(r) muss seine Rolle erst noch finden, um sie im nächsten Moment auch schon wieder über den Haufen zu werfen.
Der gesellschaftspolitischen Analyse durch den Kabarettisten BUMILLO (bürgerlich Christian Bumeder) ging ein Talk der beiden Abgeordneten Christiane Feichtmeier und Carmen Wegge voraus, die eine im Landtag in der Opposition, die andere im Bundestag in der Regierung. Und aus dieser Konstellation ergibt sich auch schon der Handlungsspielraum der beiden Politikerinnen. Während Carmen Wegge von ihren Erfolgen im Bundestag berichten konnte, (siehe https://www.bertelsmann-stiftung.de), schilderte Christiane Feichtmeier den Kampf der kleinsten Oppositionsfraktion im Bayerischen Landtag. Den Spaß an der Politik kann ihr aber auch die derzeit missliche Situation im Parlament nicht nehmen. Im Landkreis Starnberg ist die SPD mit ihrem Büro für die beiden Abgeordnete auf 100 qm an prominenter Stelle an der Hauptstraße gut sichtbar vertreten und die Bürger*innen sind herzlich eingeladen, sich auf den roten Liegestühlen niederzulassen, um mit Carmen Wegge (MdB) und Christiane Feichtmeier (MdL) ins Gespräch zu kommen.