Wohnungen bauen oder Landschaft erhalten?

Über 40 Bürger/innen, darunter viele junge Leute, die dringend Wohnraum in der Gemeinde suchen und Bürgermeister Monn kamen auf Einladung der Berger SPD zu einer ersten Informationsveranstaltung über das Bauprojekt an der Osterfelderstraße zwischen Aufkirchen und Aufhausen. Mit dabei auch der Bundestagskandidat Christian Winklmeier, der

folgende Lösungen gegen die Wohnungsnot aufzeigte:
– mehr sozialer Wohnungsbau; Beschränkung auf nicht nur ein Projekt pro Kommune in den kommenden Jahren.
– Nutzung kommunaler Grundstücke und Grundstücke von Bund und Freistaat.
– Prüfung einer Überbauung von Parkplätzen und flachdachigen Supermärkten
– Ausweitung der Bundes- und Landesmittel für Sozialen Wohnungsbau.

Die Gemeinde Berg hat dem Verband Wohnen ein Grundstück zur Erbpacht angeboten, der darauf 25 bezahlbare Wohnungen errichten wird. Einig war man sich darüber, dass Wohnungen in Berg dringend gebraucht werden – aber muss es ausgerechnet dieses Grundstück sein, das die zwei Ortsteile trennt, einen wunderschönen Blick über das Hälsbachtal (Bild) im Osten bietet und noch dazu im Landschaftsschutzgebiet liegt?  BM Monn machte deutlich, dass geeignete Grundstücke im Gemeindebesitz selten sind und wenn erst ein Grundstück erworben werden muss, würden die Mieten viel zu teuer werden. Der Gemeinderat hat sich nach reiflicher Überlegung nahezu einstimmig für dieses Grundstück entschieden und wird in Zusammenarbeit mit dem Bauträger (Verband Wohnen) ein landschaftsverträgliches Projekt verwirklichen. Der Architekt Wolfgang Adldinger stellte den Sozialen Wohnungsbau der Nachbargemeinde Münsing vor und Brigitte Servatius, ehemalige Gautinger Bürgermeisterin und Vorsitzende des Verband Wohnen berichtete über das Wohnprojekt im Gautinger Ortsteil Stockdorf.
Wer darf nun rein in die neuen Wohnungen, die 2019 bezugsfertig sein könnten? Dazu gibt es bestimmte Kriterien, u. a.  Gemeindebürger sein und eine Einkommensgrenze nicht überschreiten. Die vielen jungen Zuhörer/innen aus Berg dürfen sich also Hoffnungen machen.

 

 

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